Die Reise zum Markgrafenbau (Bericht von Br. Jürgen T.)

Bei herrlichstem Herbstwetter und überfüllten Autobahnen – ein verlängertes Wochenende dank des deutschen Einheitstages am 03. Oktober stand bevor – machten sich einige Brüder der Loge Matteo-Alberti in Richtung Süden auf.

Gemeinsames Ziel war der Markgrafenbau Wildbad bei Burgbernheim im schönen Frankenland.

Den dreiflügeligen Fürstenbau hat der letzte Markgraf von Ansbach, Cristian Friedrich Karl Alexander, vom Baukondukteur Carl Christian Riedel als Jagdschloss 1789 bis 1790 errichten lassen, es aber tatsächlich nie bewohnt. Seit 1975 bemüht sich der Verein Freunde Markgrafenbau im Erbbaurecht das historische Gebäude zu erhalten.

Angefangen hatte aber alles mit dem Umstand, dass die Loge „Zur Weissen Lilie“ Ende der 60er Jahre ein Logenhaus suchte und ihr Bruder Gerd S. bei einer Wanderung längs der Frankenhöhe vom rechten Weg abgekommen war. Anstelle des angepeilten Waldgasthofes Wildbad landete er unversehens an den wenig einladenden Mauern des Markgrafenbaus, der seinerzeit Bauarbeitern Quartier bot, die nicht weit entfernt einen Fernsehturm errichteten.

Der Bruder erkannte in dem baufälligen Anwesen sofort exakt das, wonach sich die Brüder der Loge sehnten: eine Baustelle irdischen Tuns.

Es bedurfte keiner großen Überzeugungsarbeit, aber einer Prüfung des Bauwerks auf Eignung und einiger Formalitäten mit der Gemeindeverwaltung Burgbernheim, um den Markgrafenbau zur Heimstätte der „Weissen Lilien“ zu machen.

Es waren die Brüder Werner D, Jens-Uwe H, Burak E, Thorsten M.-M, Karl-Heinz S. mit Partnerin und der Schreiber dieses Berichtes, die am Freitag, den 30.09.2011 staubedingt erst am Abend den Markgrafenbau erreichten.
Die Gastgeber, Uschi und Brr. Ralf P. waren schon am Tag zuvor angereist und erwarteten die Matteo-Alberti Brüder mit Gulasch und Nudeln. Zuvor wurden aber der Markgrafenbau in seiner ganzen Größe besichtigt und die Zimmer im ersten Stock bezogen, die alle Städtenamen wie Paris, Lübeck etc. trugen.

Am nächsten Morgen ging es nach dem leckeren Frühstück mit zwei Autos ins nahe gelegene Rothenburg ob der Tauber, wo wir als Gäste der Loge „Zu den drei Türmen“ an einer eindrucksvollen Tempelarbeit teilnehmen konnten.
Nach dem darauf folgenden Brudermahl wurde – wieder bei strahlendem Sonnenschein – die wunderschöne Altstadt von Rothenburg besichtigt, die zwar viele Touristen anzieht, aber doch ein paar Winkel für Insider bereithält, in denen man bei einem Hellen oder anderen Getränken im Biergarten eine Rast einlegen kann.

Den Samstagnachmittag verbrachten die Brüder und die beiden Schwestern auf dem Gelände des Markgrafenbaus, um dann das Abendessen im Waldgasthof Wildbad einzunehmen, auf dessen Speisekarte u. a. Leckereien wie Schäufele zu finden waren.

Der Abend wurde gemütlich und - für einige der Brüder - relativ spät im Markgrafenbau beendet, und am nächsten Morgen hieß es nach dem Frühstück und den etwas später gereichten Weißwürsten Abschied nehmen von Uschi und Ralf.

Ein großes Dankeschön an die fantastischen Gastgeber – bis zum nächsten Mal!

 


 

 

 

Aktualisiert: 24.10.11 13:32  © Matteo Alberti 2002/2011